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Baum- und Pilzlehrpfad bereichert die Richard-Müller-Schule

Fulda. Ein besonderes Projekt der Klasse 12 FOS 5 der Richard-Müller-Schule zeigt, wie praxisnah und nachhaltig Unterricht gestaltet werden kann. Innerhalb von 17 Wochen entwickelten die Schülerinnen und Schüler einen Baum- und Pilzlehrpfad auf dem Schulgelände, der nun allen Mitgliedern der Schulgemeinde und der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

Ausgangspunkt war eine Exkursion zum Rauschenberg gemeinsam mit dem NABU Petersberg und der Biologie- Lehrerin Marina Boonyaprasop. Dort sammelte die Klasse Wissen über Pflanzenarten, ihre Lebensräume sowie die Tierwelt der Region. Zurück in der Schule entstand die Idee, dieses Wissen in einem eigenen Projekt umzusetzen.

Im Biologieunterricht erarbeiteten die Jugendlichen in Zweiergruppen insgesamt zwölf Informationstafeln zu Bäumen, Sträuchern und Pilzen. Dabei übernahmen sie nicht nur die fachliche Recherche, sondern auch Planung, Organisation und Umsetzung. Mithilfe digitaler Tools, klarer Aufgabenverteilungen und enger Zusammenarbeit gelang es der Klasse, das Projekt eigenständig zu realisieren. Auch die Kommunikation mit der Schulleitung, etwa zur Finanzierung, gehörte dazu.

Schulleiter Jörg Demuth freut sich über die Bereicherung der Schulumgebung: „Mich hat insbesondere der projektorientierte Zugang überzeugt.“ Neben Fachwissen seien zahlreiche weitere Kompetenzen gefördert worden, etwa Organisation, Teamarbeit und kreative Gestaltung. „Insgesamt handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz, der unterschiedliche Unterrichtsinhalte sinnvoll miteinander verknüpft“, so Demuth. Großartige Unterstützung erhielt die Klasse von der Schreinerei Schramm aus Petersberg, die die Tafeln kostenlos zusammenbaute. Diese sind nun auf dem Schulgelände installiert und laden dazu ein, die heimische Natur besser kennenzulernen. Ergänzend können Klassen ein Quiz nutzen, um ihr Wissen zu überprüfen.

„Da unser Außengelände eine hohe Aufenthaltsqualität bietet, ist davon auszugehen, dass die Tafeln Aufmerksamkeit finden“, betont Demuth. Der Lehrpfad schafft somit einen direkten und praxisnahen Zugang zu einem wichtigen Naturthema und bleibt als nachhaltiges Ergebnis des Projekts bestehen.