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Feierliche Verabschiedung | Abitur 2021

„Am Ende wird alles gut!“ - Bericht und Verlinkung Livestream

Livestream der Verabschiedungsfeier (externer Link zu YouTube): https://youtu.be/G987CBzJXTM 

Pressebericht zur Zeugnisfeier des beruflichen Gymnasiums (Fachrichtung Wirtschaft) der Richard-Müller-Schule am 19. Juni 2021

„Am Ende wird alles gut!“ - Richard-Müller-Schule verabschiedete den besten Abiturjahrgang in der Geschichte des Wirtschaftsgymnasiums

Ein in vieler Hinsicht besonderer Abiturjahrgang wurde am beruflichen Gymnasium – Fachrichtung Wirtschaft verabschiedet. Etwa die Hälfte ihrer Zeit in der Oberstufe haben die 55 Abiturientinnen und Abiturienten unter Pandemiebedingungen absolvieren müssen und dennoch ist es ihnen gelungen, den bisher besten Gesamtschnitt in der Schulgeschichte zu erzielen.

Die Feierlichkeiten auf dem Schulhof, die wegen der begrenzten Teilnehmerzahl auch per Livestream übertragen wurden, begannen mit einem ökumenischen Gottesdienst, den Studienrat Christian Deschauer mit seinen Schülerinnen und Schülern vorbereitet hatte. Die beiden Pfarrer Marvin Lange (Bonhoeffer-Kirchengemeinde Fulda) und Togar Pasaribu (St. Lioba Petersberg) tauschten sich in einem unterhaltsamen Zwiegespräch über Gotteserfahrungen aus und gaben Denkanstöße zur Bedeutung der Nähe Gottes für den einzelnen Menschen.

Bei der anschließenden Zeugnisfeier fand Schulleiterin Oberstudiendirektorin Claudia Hümmler-Hille lobende Worte für die jungen Menschen, die sich in der Zeit der Pandemie mit viel Selbstdisziplin auf immer wieder wechselnde Unterrichtskonzepte einstellen mussten und für die auch der „soziale Lebensraum Schule“ über einen langen Zeitraum deutlich eingeschränkt war. Unter solchen Bedingungen durchgehalten und den höchsten Schulabschluss erreicht zu haben, verdiene große Anerkennung.  Krisenerfahrungen gehörten aber immer zum Leben dazu, entscheidend sei, wie man damit umgehe, so Hümmler-Hille.  Aus Angst und Panik zu Beginn einer Krise müssten Menschen durch Reflektion zu einem Lernen und Wachsen gelangen. Sie ermunterte die Absolventen zu Zuversicht und zu einem von Empathie getragenen Gestaltungswillen. „Entwickeln Sie positive Visionen für sich und für die Gesellschaft! Am Ende wird alles gut.“

Der Abteilungsleiter des beruflichen Gymnasiums, Studiendirektor Hubert Krah, regte an, Krisen und Rückschläge als Chance auf einen Neustart zu begreifen. Da das Leben mehr als eine Gleichung sei, böte dieses Wechselspiel von Gesetzen und Bedingungen immer auch Potenzial für etwas Neues. Orientierung im Leben könnten die Leitbegriffe „amicitia, scientia, diakonia“ (Freundschaft, Wissenschaft, Dienstbereitschaft) bieten, um Entscheidungen mit wissenschaftlicher Vernunft, aber auch mit dem Herzen zu treffen und nicht populistischen Verlockungen und dem unreflektierten Zeitgeist anheimzufallen.

Nachdem die Tutoren Petra Hein, Markus Roth und Steffen Weber die Reifezeugnisse überreicht hatten, hielt Alexej Schilke als Vertreter des diesjährigen Abiturjahrgangs eine Rückschau auf die Schulzeit. Er stellte die Bedeutung der Schule als „Begleiterin in der Zeit des Heranwachsens“ heraus und rief zum verantwortungsbewussten Mitgestalten der Gesellschaft auf. Die Dankesworte von Claudia und Michael Füller, die für die Eltern sprachen, galten vor allem dem Lehrerkollegium, das – wie die Schüler/-innen - mit Engagement und Ideenreichtum auf die pandemiebedingten Herausforderungen zu reagieren wusste.

Eine besondere Ehrung erfuhren 15 Abiturienten/-innen, deren Zeugnis einen Notenschnitt mit einer Eins vor dem Komma auswies: Elisa Schmitt (Jahrgangsbeste), Florian Kaib, Carlotta Keil, Sina Liebert, Kristina Surev, Jonas Blum, Hans Werner Calsen, Hannah Kreuzer, David Banh, Yannik Elm, Lukas Henkel, Louis Lindenthal, Paola Reum, Stefanie Lüttwitz und Hannak Weber.

Musikalisch bereichert wurden sowohl der Gottesdienst als auch die Zeugnisfeier durch die von Thomas Caspar geleitete Schüler*innen-Band „39 minutes to Fulda“. Die von Vanessa Elm und Linda Friedrich vorgetragenen Balladen (Gesang) wurden einfühlsam begleitet von René Helmer (Keyboard) und Vyacheslav Yerokin (Gitarre, Cajon) und sorgten an diesem sonnigen Sommermorgen für eine gelöste, positive Atmosphäre, die die Sorgen der Pandemie fast vergessen ließ.