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Interessante Einblicke in die Politikwissenschaft

Prof. Dr. Saalfeld von der Universität Bamberg referierte vor Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Gymnasiums über seine Forschungsergebnisse zur Bedeutung von Abgeordneten mit Migrationshintergrund in der repräsentativen Demokratie

Hochkarätigen Besuch aus der Politikwissenschaft erhielten die Schüler/-innen der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums am Donnerstag, den 23. April. in der Richard-Müller-Schule. Prof. Dr. Thomas Saalfeld, Inhaber des Lehrstuhls für Vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Bamberg, konnte zu einem Vortrag gewonnen werden und ermöglichte so den Gymnasiasten, Vorlesungsluft in der Richard-Müller-Schule zu schnuppern.

„Strategie, Sozialisation oder beides? – Zum Repräsentationsverhalten britischer Abgeordneter mit ethnischem Minderheitshintergrund“ – Was sich hinter diesem zunächst etwas sperrig klingenden Titel seiner Forschungsarbeit verbirgt, wusste der renommierte Politikforscher den interessierten Schülern und Lehrern gut zu verdeutlichen, indem er das Forschungsinteresse auf einige grundlegende Fragestellungen reduzierte: Ist es notwendig, dass in der repräsentativen Demokratie der größer werdende Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund auch tatsächlich von Vertretern dieser Gruppe repräsentiert wird? Handeln die Repräsentanten mit Migrationshintergrund dann auch im Interesse derer, die sie repräsentieren?

Professor Dr. Saalfeld gab ausgehend von diesen Fragen einen äußerst interessanten Einblick in die Methoden der politikwissenschaftlichen Forschung. Die unter seiner Ägide gesammelten Erkenntnisse aus Großbritannien übertrug er immer wieder für die Zuhörer/-innen nachvollziehbar auf die Verhältnisse in Deutschland. Im Ergebnis lieferte die über die Jahre 2005-2011 angelegte Studie den Beweis, dass bei britischen Wahlkreisabgeordneten die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit tatsächlich eine entscheidende Rolle spielt für die Vertretung spezifischer Interessen der Menschen mit Migrationshintergrund. Die Hypothese, Abgeordnete mit Migrationshintergrund würden lediglich aus strategischen Interessen der Parteien aufgestellt, habe sich dabei als kaum haltbar erwiesen. Bemerkenswert war, wie Saalfeld vermittelte, dass gerade das Scheitern von Forschungshypothesen wichtig sei, weil dadurch die Notwendigkeit zu neuem Nachdenken einsetze und nur so Wissenserwerb stattfinde. Davon lebe die Wissenschaft - für mögliche angehende Akademiker im Plenum ein wichtiger Denkanstoß.

Im Anschluss an die Vorlesung stellte sich der Referent den Fragen interessierter Schüler/-innen, für die der Nachmittag tatsächlich einen kurzen Einblick in die universitäre Arbeit geboten hat.

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Zur Person des Referenten:

Nach einem Studium der Politikwissenschaft, Neueren Geschichte und Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der University of Hull war Thomas Saalfeld Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr München, danach Lecturer in Politikwissenschaft an der University of Hull, bevor er an der LMU zum Doktor (Dr. phil.) promoviert wurde. Weitere Stationen seiner akademischen Laufbahn waren das Institut für Soziologie an der Technischen Universität Dresden, die University of Kent at Canterbury sowie die Universität Mannheim. Seit 2009 hat er die Professur für Vergleichende Politikwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg inne.

Prof. Dr. Thomas Saalfeld ist Sprecher Bamberg Graduate School of Social Sciences (BAGSS), Vertrauensdozent der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit an der Universität Bamberg und Managing Editor der politikwissenschaftlichen Fachzeitschrift German Politics.

Saalfeld hat sich mit Parlaments-, Parteien-, Koalitions- und international vergleichender Politikforschung befasst.

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