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Arbeit für den Frieden und ein wichtiger Beitrag für die Zukunft Europas

Schülergruppe des Beruflichen Gymnasiums der Richard-Müller-Schule pflegt Kriegsgräberstätte in Belgien

„Von der Erzfeindschaft zum gemeinsamen europäischen Gedanken“ – so lautete der Titel der fünftägigen Exkursion vom 11. bis 15. Juni, die insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe des Wirtschaftsgymnasiums ins belgische Lommel, zum größten deutschen Soldatenfriedhof des Zweiten Weltkriegs in Westeuropa, führte. In der dortigen Jugendbegegnungsstätte, einer Einrichtung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), befassten sich die jungen Heranwachsenden im Workshop „Faces of Human Rights“ in vielfältiger Weise damit, welche verheerenden Folgen die Missachtung von Menschen- und Freiheitsrechten sowohl für den Einzelnen als auch ganze Gesellschaften haben können. In unmittelbarer Nähe zu den Gräbern von über 40.000 gefallenen deutschen Soldaten, überwiegend aus den Jahren 1940-45, setzten sich die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Workshops mit Einzelschicksalen auseinander, durch die die aus der Perspektive der heutigen Schülergeneration zunächst fern und lange vergangen erscheinenden Ereignisse für den Einzelnen schon bald sehr konkret, greifbar und persönlich erfahrbar wurden.

 

Insbesondere die Grabpflege, die einen integralen Bestandteil innerhalb des Programms bildete, führte den Schülerinnen und Schülern sehr eindringlich vor Augen, wie dramatisch anders doch die Lebenswege von Menschen ihres Alters vor dem Hintergrund veränderter Zeitumstände, seien sie politscher, sozialer, religiöser oder sonstiger Art, verlaufen können. Auch die Begegnung mit Afko Schoonbeeck (82), der als Zeitzeuge von seinen Erinnerungen aus der Zeit der deutschen Besatzung der Niederlande erzählte und anschließend die interessierten Fragen der Schüler beantwortete, zählte zu den prägenden Erlebnissen des Aufenthalts. Der Sohn eines niederländischen Widerstandskämpfers, dessen Vater nach seiner Verhaftung im Konzentrationslager Neuengamme interniert wurde und kurz nach Kriegsende, ohne seine Familie und Heimat jemals wiedergesehen zu haben, verstarb,  vergegenwärtige den Schülern mit großem Nachdruck, wie wichtig es ist, die Freiheit als unser höchstes Gut zu bewahren und für deren Erhalt selbst engagiert einzutreten. Einen Tagesausflug nach Antwerpen nutzen die Wirtschaftsgymnasiasten darüber hinaus, um das umtriebige Leben in einer internationalen Handels- und Hafenmetropole näher zu erkunden.

„Ihre Eindrücke und Erlebnisse – die gemeinsamen wie auch die ganz individuellen - werden unsere Schülerinnen und Schüler in bleibender Erinnerung behalten“, resümiert Rolf Pauthner, der als Geschichtslehrer das Projekt mit Förderung der „Stiftung Frieden und Gedenken des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.“ initiiert und mit seinen Kolleginnen und Kollegen Daniela Theurer, Steffen Schaake und Sabrina Dassow vor Ort begleitet hat, den gemeinsamen Aufenthalt in Lommel. Die Wirkung, die dieser historische Ort, an dem über 40.000 Menschen begraben liegen, die – unter welchen individuellen Umständen sie auch in die damaligen Ereignisse verwickelt sein mögen – entfalte, lasse sich im Klassenzimmer nicht annähernd erzeugen, so Pauthner. „Der Impuls, der davon ausgeht, wenn unsere Schüler unvermittelt mit dem Schicksal von Altersgenossen konfrontiert werden, deren Gräber sie gerade pflegen, mag zwar nicht quantifizierbar sein - dass damit jedoch eine Bewusstseinsbildung angeregt, im besten Falle sogar eine positiv-kritische Haltung stimuliert werden kann, davon sind wir aber überzeugt“, stimmen die Lehrer in ihrem Fazit überein. Die Studienfahrt nach Lommel unterstreiche daher einmal mehr das Engagement, mit dem die Richard-Müller-Schule als „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“ für Friedensarbeit, gegenseitigen Respekt und Toleranz eintrete.

23. Juni 2018

Rolf Pauthner

Koordinator „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“

Richard-Müller-Schule Fulda

 

 

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