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64. Europäischer Wettbewerb 2017

erfolgreiche Teilnahme am 64. Europäischen Wettbewerb

Videolink mit ausgewählten Arbeiten aus Deutschland: https://vimeo.com/216403603

 

Projektleiterin: Helga Korodi

In Vielfalt geeint. Europa zwischen Tradition und Moderne

In Vielfalt geeint, sind die Dichter, die sich „durch Liebe zu ihren Werken verbunden […]  für eine glücklichere Menschheit“ in Kurt Pinthus Sammlung expressionistischer Gedichte - „menschheitsdämmerung. ein dokument des expressionismus“, 1919 - einsetzen.

Die Gegentexte des Deutsch-Literaturkurses 2016 / 2017 greifen eine Vielzahl von literarischen, philosophischen und bildlichen Anregungen auf und schlagen in Gegentexten einen Bogen zwischen Tradition und Moderne. „Der Humanismus setzt auf die Bildungsfähigkeit des Menschen“. Zu diesem Grundgedanken des Lehrbuchs (TTS, S. 246)  tritt der Wirklichkeitsbezug zur jeweiligen Epoche aus heutiger Sicht.  „Auch der Humanismus der Renaissance war eine Gemeinschaftsbewegung über ganz Europa; auch der Humanismus hat durch die geistige Zerstörung der vorangehenden Epoche des Mittelalters ein neues Zeitalter schaffen wollen; und es war der Humanismus, der sich unmittelbar mit dem Menschen beschäftigte – und an den Menschen wandte – wie der Expressionismus. (Pinthus, New York, Sommer 1959) Der Bild-Text-Bezug, wie sie die Ausstellung in der Frankfurter Schirn-Halle, „Kunst für alle“, 2016 und Hermann Bahrs Essay  der klassischen Moderne „Colour Music“ vorstellen, inspiriert eigene Deutungen zur Farbsymbolik der Grundlagentexte.

„Denn Dichtung ist immer Liebe“, sagt Hermann Hesse im „Geleitwort“ zur Anthologie „Strömungen“, einer „Liebesgabe für deutsche Kriegsgefangene“, 1918. Auch in dieser  Anthologie  sind die Schriftsteller „in Vielfalt geeint“, sie reflektieren das Maß, das die Natur vorgibt. Literatur bringt auf eigene Gedanken, wobei sie den individuellen Spielraum verdeutlicht. Die hier vertretene Kurzgeschichte Otto Alschers, „Die Hunde“, warnt vor einem Bruch mit dem Leben der Landschaft. Die Forscher, die ihre Gefährten, die Hunde, verraten, setzen zwar ihre Vernunft ein, jedoch nicht ihr moralisches Gesetz. Klangfarben halten zur Naturverbundenheit an. Mit den stilistischen Mitteln des Expressionismus und den Mitteln des Farbholzschnittes erinnern die Tiere an ein individuelles Denken, Fühlen, Wahrnehmen und Entscheiden im Sinne von Fr. Nietzsches: „Ueber Wahrheit und Luege im aussermoralischen Sinne“. Die Schüler variieren Repräsentationsformen, indem sie die Kurzgeschichte  in dem Muster der symbolistischen Fabel „Vaterlandsfreunde“ von August Strindberg einschreiben.

In Otto Alschers Dichtung weckt das Tier die Liebe zur Freiheit und führt sein Gegenüber zu einem inneren Wandel in der Natur. Der Wirklichkeitsbezug zwischen Otto Alschers: „Der Tanzbär und sein Führer“, 1933, in der „Temeswarer Zeitung“ erschienen, und der Parabel: B. Brechts: „Maßnahmen gegen die Gewalt“, verdeutlicht ein Thema der inneren Emigration. Die Leser wurden vor den Racheplänen des Führers, der den Tanzbären und Mitläufer mit unfassbarer Grausamkeit behandelt, gewarnt.  Aufgrund der pädagogischen Umsetzung von Immanuel Kants: „Der ewige Friede“ durch Frau  StRefin Laura Vietense, die zur Zeit ihres Praktikums an der Richard-Müller-Schule den Deutsch-Literaturkurs mit einer fächerübergreifenden Unterrichtseinheit zu Politik und Geschichte  begleitete, verknüpfen die Schüler auch diesmal ihre Gegentexte mit  Zitaten, die verdeutlichen, dass 1933 kein Friede mit dem Führer zu schließen war.

 

Modul 4-2. „Mein Europa, dein Europa – unser Europa!“

“The Wolf Becomes Friendly After Having Eaten A Boiled Crow“ / von Luisa Ottilie Wilhelm, Fabel, zweisprachig, mit c-map13. Klasse

„Dandy, die Grille“, Fabel vor dem Hintergrund des Farbholzschnitt-Exponats Heinrich Jungnickels „Rauchende Grille“, von Lara Richter. 13. Klasse

„Es ist immer der Mensch, der den Hund nicht versteht – nie umgekehrt! –Sprichwort“, von Kira-Louisa Baier und Elsa Abraha. Fabel, c-map, 12. Klasse

„Das Band der Rache“, von Jessica Leitsch, Laura Orf und Romina Trost. Fabel, cmap, Collage, 12. Klasse.

Modul 4-3. „500 Jahre Reformation“ Alscher hatte in der Region Fulda seine Förderer und Freunde, denn anders ist es nicht zu erklären, dass dieser Autor dessen Bücher vom Buchmarkt gezogen wurden, in der Fuldaer Zeitung mit der Kurzgeschichte "Mein Freund, der Uhu", 1942 zur inneren Einkehr und zur Besinnlichkeit auffordert.

Ein fiktiver Briefwechsel zwischen Otto Alscher und den Schulleiterinnen der reformpädagogischen Schule in Schwarzerden ist Thema des Hörspiels „Die Fuldisch Nachtigall“, von Carl Martin Rathgeber, Michel Drabinok, Julian Klüh in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Literaturkurs der 12. Klasse und dem Offenen Kanal in Fulda, im Schuljahr 2012 /2013. Der Austausch individueller Potenziale entwickelt Identitäten und Perspektiven, der Titel spielt auf Hans Sachs‘ Bezeichnung Luthers als „Die wittenbergisch Nachtigall“ an. Mediathek Hessen - Fuldisch Nachtigall www.mediathek-hessen.de/medienview_14142_Carl-Rathgeber-OK-Fulda- Fuldisch-N... , im Juli 2016 gesendet.

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Modul 4-1 Ist das Kunst oder …?

Lisa-Marie Hartungs und Daniel Trosts Lehrstück „Das kulturelle Erbe schaut über den Gartenzaun“, 12. Klasse, drückt die Bereitschaft aus, eine aktive Rolle zu übernehmen und zur  Annäherung der Kulturen beizutragen.

Eine junge Syrerin trägt die Hoffnung ihrer Familie, dass ihr die Flucht glückt, im Herzen. Vor dem Hintergrund eines ungewissen Schicksals findet sich die junge Frau in einer Kultur wieder, die die Möglichkeit eines haltbaren Friedens schafft.  Eine abstrakte Figur fordert den Zuhörer heraus das kulturelle Erbe zu leben und neu zu definieren.

Im Epilog zu diesem Dialog zwischen Wunsch und Erfüllung auf der Grundlage humanistischen Gedankenguts stehen Optimismus und Zusammenarbeit als Gegenwelt zu Krieg und Zerstörung in der Heimat der Protagonistin, die die Ausstellung: „Sieh hin“, an der Richard Müller Schule vorstellte.

 

Freitag, 25. Januar 2019

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Anmeldung bis 7. Dezember 2018

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Bericht und Bilder

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